Glossar

Bonitätsprüfung

Der Begriff Bonitätsprüfung wird oftmals als Synonym für den Begriff Bonitätsauskunft verwendet. Mit einer Bonitätsprüfung werden Zahlungsfähigkeit, Kreditwürdigkeit und weitere Plausibilitäten einer Privatperson oder Unternehmen geprüft. ADU-Inkasso ist keine Auskunftei und ermittelt keine Bonitätsdaten, diese werden von Vertragspartnern geliefert.

Wann darf die Bonität geprüft werden?
Eine Bonitätsprüfung darf nur dann durchgeführt werden, wenn erstens ein berechtigtes Interesse des Unternehmens oder zweitens eine ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers vorliegt. Ein berechtigtes Interesse ist dann gegeben, wenn das Unternehmen ein Kreditrisiko eingeht. In diesem Fall, darf zur Geschäftsanbahnung, aber auch während der laufenden Geschäftsverbindung, eine Bonitätsprüfung durchgeführt werden. Dies kann dann auch ohne Deine ausdrückliche Einwilligung geschehen. Liegt eine ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers vor, ist das Unternehmen dazu berechtigt, eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Bewirbt man sich auf eine Wohnung, wird in manchen Fällen die Einwilligung als potentieller Mieter für eine Bonitätsprüfung eingeholt. Auch bei Online-Shops wird immer die Einwilligung in den AGBs erfragt, falls man sich für den Kauf auf Rechnung entscheidest.

Wie genau wird der Bonitätsscore berechnet?
Anfang 2014 legte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe fest, dass es sich beim Scoringverfahren um ein schützenswertes Geschäftsgeheimnis handelt. Aus diesem Grund werden die Berechnungsformeln der Auskunfteien nicht offengelegt.

Welche Daten werden bei einer Bonitätsprüfung abgefragt?

Zuerst wird anhand von Namen, Geburtsdatum und Adresse die Identität zweifelsfrei festgestellt. Angaben zu Familienstand und Wohnsituation fließen bereits in die Bonitätsbewertung ein, schließlich leiten sich daraus die laufenden Lebenshaltungskosten ab. Auf der anderen Seite liegt der Fokus auf festen Vermögenswerten (wie Wohneigentum oder Kapitalbeteiligungen) sowie regelmäßigen Einkünften, abhängig von Beruf und Branche. Zum Beispiel erhält eine unkündbare Beamtin in aller Regel einen höheren Score als ein saisonal angestellter Bauarbeiter, da dieser eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit mit sich bringt. Neben den eben genannten personen- und wirtschaftsbezogenen Daten spielen Informationen zum Zahlungsverhalten eine wesentliche Rolle. Daher wird untersucht, ob Zahlungsverpflichtungen, etwa aus Kredit-, Leasing- oder Mobilfunkverträgen, bestehen und entsprechend bedient werden. Andernfalls kommen Unregelmäßigkeiten zum Vorschein, die womöglich Inkasso- oder Insolvenzverfahren zur Folge hätten. Noch negativer ins Gewicht fallen Gerichtsdaten, wie Haftanordnungen oder Vermögensauskünfte.

Eigene Bonität prüfen: Kann ich eine Bonitätsauskunft selbst einholen?

Sie können einen Bonitätscheck kostenlos durch eine Online-Bonitätsprüfung einholen. Was ist eine Bonitätsauskunft? Dabei handelt es sich um eine Selbstauskunft, die jede Person bei Bedarf einholen kann. Eine eigene Bonitätsprüfung ist kostenlos. Sie können einen Bonitätscheck kostenlos durch eine Online-Bonitätsprüfung einholen. Wurde eine Bonitätsprüfung angekündigt, fragen Sie sich sicher, wie es eigentlich um Ihre eigene Bonität bestellt ist und wie Sie selbst eine kostenlose Bonitätsauskunft erhalten können. Es ist sogar ratsam, vor einer Bonitätsprüfung eine Bonitätsauskunft bei einer Auskunftei einzuholen und diese auf Richtigkeit zu überprüfen, denn Einträge können möglicherweise entweder veraltet oder fehlerhaft sein. In diesem Fall können Sie eine Löschung der Einträge beantragen. Anschließend wird die jeweilige Auskunftei die Löschungsanfrage prüfen und die Fehler gegebenenfalls korrigieren.

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