Glossar

Outsourcing

BPO-Business Process Outsourcing

BPO Business Process Outsourcing – die Definition

Das Business Process Outsourcing (BPO) ist eine Sonderform des Outsourcings und bezeichnet das Auslagern ganzer Geschäftsprozesse. BPO unterscheidet sich von anderen Formen des Outsourcings, dass nicht ein Teil der Aufbauorganisation (d. h. eine organisatorische Einheit / Abteilung), sondern ein Teil der Ablauforganisation ausgelagert wird. In der Regel wird mit dem Geschäftsprozess auch das zugrundeliegende IT-System outgesourct. Es wird ebenfalls der Begriff Knowledge Process Outsourcing (KPO) verwendet.

Business Process Outsourcing im Vergleich

Es existiert eine Vielzahl von BPO Lösungen auf dem Markt. Unterschieden wird zwischen dem Outsourcing von Primär- (Produktion-/Dienstleistungserstellung, Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb) und Sekundärprozessen (Rechnungswesen, Personalwesen (HR), Kundenbetreuung etc.). Bei der Einführung von BPO sollte sich ein Unternehmen auf Anpassungsmaßnahmen im Vorfeld einstellen. Dies kann beispielsweise auf Unterschiede in den Sicherheitsstandards oder der Software der kooperierenden Unternehmen zurückzuführen sein.

Beispiel: Im Finanznetzwerk finden sich zahlreiche Ausprägungen des BPO. Diese betreffen z.B. das Nutzen externer Vertriebsorganisationen, das Auslagern der Zahlungsverkehrsabwicklung an eine Transaktionsbank, das Scanning beleggebundener Zahlungsverkehrsbelege oder Anlageorders durch einen Dienstleister oder die Nutzung innovativer Fintech-Prozesse (z.B. Crowdlending- oder -funding).

Voraussetzungen und Umsetzung

Vor dem BPO sollten die auszulagernden Prozesse standardisiert werden, um die Schnittstellen zu den in dem Unternehmen verbleibenden Prozessen möglichst zu vereinfachen und zu minimieren. Nach der generellen Entscheidung für BPO muss der genaue Umfang der auszulagernden Prozesse definiert und ein Anbieter ausgewählt werden. Dabei wird auch die geografische Lokation der Leistungserbringung berücksichtigt. Demensprechend unterscheidet man zwischen Onshoring (Inland), Nearshoring und Offshoring (Übersee). Die Gründe für BPO sind Kostenreduktion, Konzentration auf Kernkompetenzen, Prozessführerschaft des Auftragnehmers, Beschaffung fehlenden Knowhows usw. Durch die zusätzliche Verlagerung der Prozessverantwortung soll eine bessere Angleichung der Interessen zwischen Auftraggeber und -nehmer erreicht werden.  Die Übertragung der Prozesse an den Anbieter erfordert einfühlsames Change Management und systematische Governance, insbesondere die Überwachung der Leistungserbringung anhand  vereinbarter Erfolgsgrößen. Wie bei anderen Outsourcing-Verträgen werden diese Vereinbarungen als Service Level Agreements (SLA) bezeichnet. BPO kann durch IT-Dienstleister mit fremden Softwaresystemen oder durch Softwareanbieter mit eigener Software angeboten werden. Diese Dienste werden zunehmend als Software-as-a-Service (SaaS) über die Cloud realisiert. Auch das Management der Prozesse, die verschiedene Anwendungen (Geschäftsprozesse) integrieren, lässt sich über eine geeignete Plattform in der Cloud lösen (Business-Process-Management-Platform-as-a-Service, BPMPaaS). BPO erleichtert die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, wodurch sich Start-Ups auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können, während Dienstleister alle anderen Prozesse übernehmen können.

Die Vorteile von Business Process Outsourcing

Business Process Outsourcing – auch Business Outsourcing genannt – bietet Firmen und Unternehmen viele Vorteile:

Durch die Auslagerung der Sekundärprozesse wird das Unternehmen entlastet und hat somit mehr Kapazität für die Erfüllung von Kernaufgaben. Damit verbunden sind die Steigerung der Effizienz und der Produktivität und langfristig auch erhöhte Umsätze. Auf Unternehmensseite profitieren Sie vom Spezialwissen und von innovativen Impulsen seitens des Dienstleisters. Besonders sinnvoll erweist sich das Business Process Outsourcing bei der organisatorischen Umgestaltung einzelner Unternehmensbereiche. Möchte ein Unternehmen beispielsweise die Kundenbetreuung oder das Marketing erweitern, müsste es zuerst im eigenen Gebäude Raum und Arbeitsplätze schaffen. Wird aber stattdessen auf Business Process Outsourcing zurückgegriffen, erübrigen sich Investitionen und eigene Unternehmensabläufe werden nicht durch Umbaumaßnahmen gestört.

Warum alles selber machen? Die Experten von ADU Inkasso verfügen über jahrelange Erfahrung in kundenorientierten Finanzprozessen. Mit der Auslagerung des Debitoren- und Forderungsmanagements zu uns, schaffen Sie sich Freiräume und können sich intensiver auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren. In Kombination mit den anderen ADU Inkasso Leistungen ergeben sich somit viele Möglichkeiten zur Optimierung Ihrer Finanzprozesse.

BPO-Business Process Outsourcing





Outsourcing

Outsourcing bedeutet, dass betriebsinterne Aufgaben an externe Dienstleistungspartner ausgelagert werden. Damit werden die eigenen Kapazitäten entlastet und Abläufe oftmals schneller bzw. kostengünstiger umgesetzt. Ein gutes Beispiel für Outsourcing ist das Forderungsmanagement, wo ein Inkassounternehmen die Dienstleistung teilweise oder auch komplett für das Unternehmen übernimmt.

Offenbarungseid“ im gerichtlichen Mahnverfahren
Die Vermögensauskunft ist die letzte Stufe in einem gerichtlichen Mahnverfahren. Dieses Mittel wählen Gläubiger, wenn ein Schuldner aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse nicht in der Lage ist, seinen Verbindlichkeiten nachzukommen. Der Weg dahin beginnt mit einem außergerichtlichen Mahnverfahren. Gläubiger, in der Regel Lieferanten oder Handwerker, mahnen eine unbezahlte Rechnung nach dem üblichen Zahlungsziel von zwei Wochen üblicherweise zunächst mit einer Zahlungserinnerung, später mit ein bis drei offizielle Mahnungen an. Spätestens in der letzten Mahnung benennen sie einen endgültigen Zahlungstermin, nach dessen fruchtlosem Ablauf der Schuldner in Verzug gerät. Im Rahmen des gerichtlichen Mahnverfahrens führt der Weg zur Vermögensauskunft über den Mahnbescheid. Ein Schuldner, der die Forderung anerkennt, widerspricht dem Mahnbescheid nicht. Ist er nicht in der Lage, die Forderung zu bezahlen, folgt auf den Mahnbescheid der Vollstreckungsbescheid. Mit dem Vollstreckungsbescheid liegt ein Pfändungstitel vor. Gläubiger beauftragen anschließend Gerichtsvollzieher mit der Einziehung der Forderung. Gelingt dies nicht, weil der Gerichtsvollzieher kein verwertbares Einkommen oder Vermögen pfänden kann, kommt es zum umgangssprachlich sogenannten Offenbarungseid (heute: Vermögensauskunft).

Wann darf der Gläubiger einen Offenbarungseid beantragen?
Der Gerichtsvollzieher wird Sie nur dann zur Abgabe einer Vermögensauskunft auffordern, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

Der Gläubiger hat einen vollstreckbaren Titel gegen Sie erwirkt, z. B. in Form eines Vollstreckungsbescheids oder eines Urteils. Auch ein gerichtlicher Vergleich, Beschlüsse oder notarielle Urkunden sowie rechtskräftige Bescheide einer Behörde können als Vollstreckungstitel dienen. Offene Rechnungen oder Mahnungen genügen hingegen nicht, um den Schuldner zur Vermögensauskunft aufzufordern. Der Gläubiger muss die Vermögensauskunft beim zuständigen Gerichtsvollzieher beantragen. Der Schuldner kann diese jedoch nicht selbst beantragen. Wenn ein Schuldner bereits innerhalb der letzten zwei Jahre einen solchen Offenbarungseid abgelegt hat, muss er dies jetzt nicht wiederholen. Dann genügt es, wenn er dem Gerichtsvollzieher Aktenzeichen und Datum der früheren Vermögensauskunft mitteilt. Eine erneute Auskunft innerhalb dieser zwei Jahre ist nur erforderlich, wenn der Gläubiger glaubhaft machen kann, dass sich die Vermögenssituation des Schuldners deutlich verbessert hat. Sie müssen übrigens keinen Offenbarungseid während der Privatinsolvenz abgeben. Während des Insolvenzverfahrens ist die Aufforderung zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung unzulässig.

Was hat ein Offenbarungseid für Konsequenzen?
Hat ein Schuldner einen Offenbarungseid abgegeben, kann der Gläubiger anhand dessen sehen, ob er über pfändbare Gegenstände oder Vermögenswerte verfügt. Daraufhin kann er Pfändungen veranlassen. Der Gerichtsvollzieher gibt die Vermögensauskunft an das zentrale Vollstreckungsgericht weiter. Dort wird der Offenbarungseid für eine Dauer von zwei Jahren gespeichert wird. Muss der Schuldner einen neuen Offenbarungseid vor dessen Verjährung abgeben, wenn der Gläubiger dies verlangt? Innerhalb von zwei Jahren nach der Offenbarungseid-Veröffentlichung muss der Schuldner nur im Falle einer wesentlichen Verbesserung seiner Vermögensverhältnisse erneut eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Ein Offenbarungseid bringt einen Schufa-Eintrag mit sich, doch unter Umständen kann der Schuldner einen Kredit trotz Offenbarungseid bekommen. Löschen lassen können Sie die Schufa-Einträge drei Jahren nach Rückzahlung der Forderungen. Wie verhält es sich, wenn Ihr Partner einen Offenbarungseid abgibt und Privatinsolvenz anmeldet? Bei einem Offenbarungseid muss der Ehepartner sein Vermögen in der Regel nicht offenlegen.

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